gewalt an maedchen stoppen
Sorry I am a girl – so lautet der Titel der Teaserkampagne von UNICEF, die darauf aufmerksam macht, dass Jahr für Jahr Millionen von Mädchen getötet, abgetrieben, vernachlässigt, ungenügend ernährt, zu spät oder gar nicht medizinisch behandelt werden – nur weil sie Mädchen sind.

Noch immer werden auf der ganzen Welt Söhne als Wunschkinder bevorzugt, was dazu führt, dass Mädchen millionenfach abgetrieben werden.

China, Indien, Südkorea: Mädchen unerwünscht
Nur ein Beispiel ist China mit seiner Ein-Kind-Politik, die zu unzähligen Abtreibungen geführt hat – »wenn man nur ein Kind haben darf, dann sollte es ein Junge sein, der Versorger der Familie«, lautet die Schlussfolgerung, die sich für viele chinesische Eltern (und nicht nur Väter) hieraus ergibt. Aber auch in Indien gelten Töchter als Last, weil ihre Familien bei einer Heirat an die des Bräutigams eine Mitgift entrichten müssen, die oftmals dazu führt, dass die Familie des Mädchens verarmt. Bereits heute gibt es in Indien sieben Millionen mehr Jungen als Mädchen. Auch in Südkorea sind Jungen erwünscht, wohingegen Mädchen eher verpönt sind.

Auch in Europa keine Seltenheit
Doch die geschlechtsspezifische Diskriminierung ist nicht nur „in fernen Ländern“ verbreitet. Selbst in Europa (Albanien, Bosnien, Montenegro, Kroatien sowie Armenien und Georgien) stehen Frauen oftmals unter Druck, einen Sohn und Stammhalter gebären zu müssen, den sich vor allem die Väter wünschen. Die moderne pränatale Diagnostik hat die Zahl der Mädchen-Abtreibungen ebenfalls in die Höhe steigen lassen. Da entsprechend immer weniger Mädchen zur Welt kommen, entsteht ein Ungleichgewicht, das letztlich zu Frauenhandel, sexueller Ausbeutung und Vergewaltigungen führt. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF geht davon aus, dass weltweit über 100 Millionen Mädchen betroffen sind – diese Mädchen sind nicht mehr da, von ihnen ist nur ein Echo übrig geblieben…

Der Song „Echo“
Um auf diese unfassbare Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, haben neun Schweizer Sängerinnen (Big Zis, Heidi Happy, Francine Jordi, Emel, Anna Kaenzig, Eliane Müller, Lyn M., Angie Ott und Sina) für UNICEF den Song „Echo“ aufgenommen – die Rede ist vom Echo, das einzig bleibt, nachdem ein Mädchen nicht mehr da ist.

Helfen Sie mit!
Helfen Sie mit, die Gewalt an Mädchen zu stoppen – unterstützen Sie UNICEF mit einer Spende, damit die Organisation, die sich grundsätzlich für die Rechte aller Kinder einsetzt, gewaltgetroffene Mädchen unterstützen und gezielt die Stärkung von Mädchen fördern kann. Als kleines Geschenk können Sie den Song „Echo“ runterladen.