Bei der ketogenen Diät versucht man, möglichst wenig Kohlenhydrate und Proteine (Eiweisse) und stattdessen viele Fette zu essen.

Dies führt dazu, dass der Körper zur Deckung seines Energiebedarfs anstatt auf Kohlenhydrate auf sogenannte Ketonkörper, also letztlich auf Fett, zurückgreift.

Wenn Sie eine kohlenhydratreiche Mahlzeit essen, wird diese im Magen-Darm-Trakt zu Glukose gespalten, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Damit dieser nicht zu sehr ansteigt, produziert der Körper automatisch Insulin, das dazu dient, den Blutzuckerspiegel zu senken, indem überschüssige Glucose in Fettdepots gespeichert wird.

Da die Glukose als Primärenergiequelle verwendet wird, werden Fette im Körper nicht angetastet. Bei der gewöhnlichen, kohlenhydratreichen Ernährung, verwendet der Körper Glukose als Hauptenergieform.

Durch die Reduzierung der Aufnahme von Kohlenhydraten kann der Körper in einen als Ketose bezeichneten Zustand gebracht werden. Dabei lösen die Ketonkörper die Glukose als primäre Energiequelle des Organismus ab. Hier finden Sie mehr Infos über die ketogene Diät.

Ketose ist ein natürlicher Prozess, den der Körper initiiert, wenn wenig Nahrungsmittel vorhanden sind und der uns dabei hilft, auch in solch einer Lage zu überleben. Während dieses Zustandes produzieren wir Ketone, die aus dem Abbau von Fetten in der Leber entstehen.

Das Endziel einer richtig gepflegten Keto-Diät ist, Ihren Körper in diesen metabolischen Zustand zu bringen.

Unsere Körper sind unglaublich anpassungsfähig – gerade bei der Ernährung. Wenn man den Körper mit Fetten überlädt und ihm Kohlenhydrate wegnimmt, wird er beginnen, Ketone als primäre Energiequelle zu verbrennen.

Die ketogene Diät bietet nachweislich viele gesundheitliche Vorteile.

Vorteile einer ketogenen Diät

– Gewichtsverlust
– erhöhtes Energieniveau
– therapeutische medizinische Vorteile (u.a. bei Krebs)

Die ketogene Diät verwendet im Wesentlichen Ihr Körperfett als Energiequelle, sodass der Körper nach einer Gewöhnungsphase, die mindestens mehrere Wochen bis zu einem Jahr dauern kann (!) zu einer echten Fettverbrennungsmaschine wird.

Wissenschaftlich gesehen hat die ketogene Diät bessere Ergebnisse im Vergleich zu fettarmen und anderen Diäten gezeigt (auch langfristig).

Viele Menschen integrieren MCT-Öl in ihre Ernährung (es erhöht die Ketonproduktion und den Fettabbau), indem sie dieses in ihren Kaffee tun.

Studien haben gezeigt, dass die ketogene Diät ein effektiver Weg ist, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und damit auch Diabetes verhindern kann – im Vergleich zu kalorienarmen Diäten.

Wenn Sie Pre-Diabetiker sind oder Typ II Diabetes haben, sollten Sie ernsthaft eine ketogene Diät in Betracht ziehen.

Viele Menschen nutzen die ketogene Diät jedoch auch für eine bessere geistige Leistung.

Ketone sind eine grosse Treibstoffquelle fürs Gehirn. Wenn Sie die Kohlenhydrataufnahme senken, vermeiden Sie grosse Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Gemeinsam kann dies zu einem verbesserten Fokus und Konzentration führen.

Studien zeigen, dass eine erhöhte Aufnahme von Fettsäuren positive Auswirkungen auf die Funktion unseres Gehirns haben kann.

Indem Sie Ihrem Körper eine bessere und zuverlässigere Energiequelle geben, fühlen Sie sich während des Tages energiegeladener. Fette sind das wirksamste Molekül, das als Brennstoff verbrannt wird.

Darüber hinaus ist Fett sättigender als Kohlenhydrate und sogar Proteine (Eiweisse).

Die ketogene Diät wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet, um Epilepsie erfolgreich zu behandeln. Es ist immer noch eine der am häufigsten verwendeten Therapien für Kinder, die unter Epilepsie leiden.

Einer der Hauptvorteile der ketogenen Diät bei der Behandlung von Epilepsie ist, dass weniger Medikamente verwendet werden müssen. In den letzten Jahren haben Studien auch signifikante Ergebnisse bei Erwachsenen gezeigt, die auf eine ketogene Diät umstiegen.

Die Keto-Diät kann ausserdem den Triglyceridspiegel und Cholesterinspiegel verbessern – hohe Werte bedeuten in der Regel verstopfte Arterien. Speziell fettreiche Diäten zeigen einen dramatischen Anstieg der HDL– und Abnahme der LDL-Partikelkonzentration im Vergleich zu fettarmen Diäten.

Viele Studien über Low-Carb-Diäten zeigen eine bessere Verbesserung des Blutdrucks gegenüber anderen Diäten.

Blutdruck-Probleme sind oft mit Übergewicht verbunden, was ein Bonus ist, da die ketogene Diät meistens mit Gewichtsverlust einhergeht.

Die Forschung zeigt ausserdem, dass die ketogene Diät dabei helfen kann, den Insulinspiegel in einen gesunden Bereich zu bringen. Allerdings „vertragen“ nicht alle Menschen die ketogene Diät gleich gut. Einige arbeiten wirklich besser mit Kohlenhydraten als mit Fetten.

Der einzige Weg, dies herauszufinden, ist ein Selbstversuch, der allerdings mindestens einige Wochen dauern sollte, da der Körper in dem Fall eine gewisse Zeit braucht, um sich auf die neue Ernährungsweise um- und einzustellen.


kaffee bei depressionen

Viele Menschen, die an Depressionen leiden, ernähren sich grundsätzlich ungesund. Doch laut einer neuen Studie aus Finnland kann gerade eine gesunde Ernährung das Risiko für eine schwere Depression reduzieren.

Bei der neuen, an der Universität Ostfinnland veröffentlichten Studie wurden insgesamt zwei Studien ausgewertet:

Langzeitstudie
Bei der ersten Studie wurden mehr als 2.000 finnische Männer im mittleren Alter und älter über 13 bis 20 Jahre lang untersucht. Ihre Ernährung mithilfe von Aufzeichnungen und Fragebögen dokumentiert und Fälle von Depressionen wurden anhand des nationalen Registers der Krankenhausentlassungen erfasst. Diese Studie bildete die Basis für die Auswertungen.

Gesunde Ernährung
Bei der zweiten Studie wurden die Auswirkungen einer Ernährungsumstellung über drei Jahre auf 140 Männer und Frauen mittleren Alters mit depressiven Symptomen untersucht. Die Kontrollgruppe bestand aus Männern und Frauen, die Symptome einer Depression zeigten, jedoch nicht an der dreijährigen Ernährungsumstellung teilnahmen. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe konsumierten viel Wurst, Hot Dogs, verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Desserts, Snacks, zuckerhaltige Getränke und andere verarbeitete Lebensmittel. Alle Teilnehmer dieser Studie waren auch in der ersten Studie erfasst worden.

Ergebnis
Das Ergebnis der Auswertung der beiden Studien lautete, dass eine gesunde Ernährung mit Gemüse, Obst, Beeren, Vollkornprodukten, Geflügel, Fisch und fettarmen Käse mit einer geringeren Verbreitung von depressiven Symptomen sowie einem geringeren Risiko von Depressionen in der Nachbeobachtungszeit einhergeht. Interessanterweise ging auch eine Gewichtsreduktion mit einem geringeren Depressionsrisiko einher. Bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe dagegen stieg das Risiko für Symptome einer schweren Depression.

Folsäure, Kaffee und Omega-3-Fettsäuren
Auch eine erhöhte Zufuhr von Folsäure konnte in Verbindung mit einem geringeren Risiko für Depressionen gebracht werden. Gemüse (vor allem Broccoli, Karotten, Tomaten, Spinat) Früchte, Beeren, Vollkorn, Fleisch und Leber (vor allem von Kalb und Geflügel) sind die wichtigsten Nahrungsquellen für Folsäure. Darüber hinaus konnte auch ein erhöhter Kaffeekonsum mit einem verringerten Depressionsrisiko in Verbindung gebracht werden. Es gibt auch Hinweise, dass der anregende Pu erh Tee eine ähnliche Wirkungen haben kann. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren Depressionen mindern können.

Joggen
Wer aktiv gegen Depressionen vorgehen will, sollte vor allem probieren zu joggen, denn positiven Effekte des Joggings auf Depressionen sind empirisch durch Studien nachgewiesen.


pommes frites schaden gesundheit

Einige Lebensmittel können dabei helfen, abzunehmen, andere stimulieren kognitive Funktionen und verbessern das Gedächtnis. Doch es gibt auch eine Vielzahl an Nahrungsmitteln, die teilweise sehr negative Auswirkungen auf das Gehirn haben und die aus diesem Grund gemieden werden sollten. Hier sind 7 Nahrungsmittel, die einen negativen Effekt auf Ihre Intelligenz haben:

1. Zucker.
Zucker und zuckerhaltige Produkte wirken sich nicht nur negativ auf die Figur (überschüssiger Zucker wird als Fett gespeichert), sondern auch auf die Gehirnfunktionen aus. Langfristiger Konsum von Zucker hat einen negativen Effekt  auf die Lernfähigkeit. De facto verlangsamt ein konstant hoher Zuckerkonsum die Gehirntätigkeit und schwächt das Erinnerungsvermögen. Regelmäßiger Konsum von Süßigkeiten und Limonade ist also pures Gift für die Intelligenz. Zwar benötigt das Gehirn „Zucker“, um einwandfrei zu funktionieren, jedoch nicht in Form von Haushaltszucker (Tafelzucker), also Saccharose (Zweifachzucker, der aus Glucose und Fructose besteht), sondern in Form von komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten (also natürlichen Lebensmitteln), die im Körper zu Einfachzucker Glucose (Traubenzucker) verarbeitet werden, wie dieser auch in der Natur vorkommt.  Süße Lebensmittel, die den natürlichen „Zucker“ Fructose (Fruchtzucker) enthalten, wie Äpfel, Birnen, Weintrauben, aber auch Honig (dieser sollte allerdings in Maßen konsumiert werden) sind weniger bedenklich.

Mehr über die negativen Auswirkungen von Zucker auf den Körper erfahren Sie in diesem Video (in Englisch):

2. Junk Food.
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass ungesundes Essen wie Junk Food (fett- und zuckerreich) die Produktion von chemischen Botenstoffen im Gehirn verändern kann, was zu Symptomen führen kann, die mit Depression und Angst in Verbindung gebracht werden. Regelmäßiger Konsum von Junk Food führt zu einer Desensibilisierung für den Botenstoff Dopamin, der im Volksmund auch als „Glückshormon“ bezeichnet wird, was dazu führt, dass man im Laufe der Zeit immer mehr Junk Food braucht, um die erhoffte Befriedigung zu erreichen. Darüber hinaus unterstützt Dopamin auch kognitive Funktionen, die Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit, Motivation und Gedächtnis, sodass ein Ungleichgewicht im Dopaminspiegel im Gehirn entsprechend negative Konsequenzen haben kann.

Warum wir Junk Food mögen, erfahren Sie in diesem Video (in Englisch):

3. Frittierte, verarbeitete oder vorgekochte Speisen.
Fast alle verarbeiteten Lebensmittel enthalten Chemikalien, Farbstoffe, Zusatzstoffe, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker, die sich negativ auf das Verhalten und die kognitiven Funktionen auswirken können. Frittierte oder verarbeiteten Lebensmittel zerstören auf lange Sicht sogar Nervenzellen im Gehirn. Einige Öle sind gefährlicher als andere – Sonnenblumenöl gilt als eines der giftigsten, während Olivenöl sogar der Gesundheit nützt. Frittieröl enthält viele Transfette. Transfett-Säuren sind ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in industriell produzierter Nahrung zu finden. Sie verursachen eine ganze Reihe von Problemen, von Herzproblemen (Herzinfarkt, Arteriosklerose) bis zu erhöhtem Cholesterinspiegel und Übergewicht. Außerdem sind sie auch schlecht für das Gehirn, weil sie dieses träge machen und das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Ein langfristiger Konsum von frittierten (also transfettreichen) Speisen führt zu einer Schädigung der Arterien, was wiederum zu einer Schrumpfung des Gehirns führt, wie sie z.B. bei der Alzheimer-Krankheit vorliegt. Transfette findet man vor allem in Pommes Frites (Frittieröl!), Kartoffelchips, Keksen, Backwaren (auch im Blätterteig), aber auch Instant-Suppen und Frühstücksflocken. Bei Ferien in der Türkei, Ägypten oder Mallorca sollten Sie also am Buffet vor allem frittierte Speisen meiden (auch frittierten Tisch, sofern sich die frittierte Kruste nicht entfernen lässt). Genau wie frittierte Lebensmittel wirken verarbeitete oder vorgekochte Lebensmitteln auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und sie erhöhen sogar das Risiko der Entwicklung einer degenerativen Gehirnerkrankung des Gehirns (wie z.B. Alzheimer) später im Leben.

4. Salz.
Die meisten wissen, dass salzige Nahrungsmittel den Blutdruck steigern beeinflussen und schlecht für das Herz sind. Doch Untersuchungen zeigen, dass sehr salzige Lebensmittel (natriumreich) die kognitiven Funktionen negativ beeinflussen können. De facto hat der Konsum von salzigen Lebensmitteln und Nikotin ähnliche Auswirkungen wie der von Drogen, da ein Verzicht starke Entzugserscheinungen und einem starken Verlangen nach salzigen Lebensmitteln führen kann.

5. Getreide (ausgenommen Vollkorn).
Alle Arten von Getreide haben Einfluss auf Gehirnfunktionen und die allgemeine Gesundheit – bis auf Vollkorn, das sehr reich an Ballaststoffen ist und vorzeitige Gefäßalterung verhindert. Bei einem regelmäßigen Konsum von Getreide altert der Körper schneller und auch das Gedächtnis kann betroffen sein. Statt Weißbrot sollte man also zu komplexen Kohlenhydraten greifen, wie sie im Vollkorn zu finden sind.

6. Künstliche Süßstoffe.

Obwohl künstliche Süßstoffen weniger Kalorien enthalten als gewöhnlicher Tafelzucker, sind viele Ernährungsexperten überzeugt, dass sie mehr schaden als nützen. Laut einer Studie erhöht ein hoher Konsum das Blasenkrebsrisiko. Ein langfristiger Konsum von hohen Mengen kann auch die kognitiven Fähigkeiten negativ beeinflussen.

P.S. Die Ernährung kann sogar signifikante Verhaltensänderungen bewirken: