Neben den allseits bekannten Bordeaux- und Bourgogne-Weinen gibt es an der französischen Loire auch eine weniger bekannte, aber nicht minder gute Weinsorte – die Sancerre Weine.

Sancerre ist eine Appellation, die im sogenannten oberen Loire-Ostende des Loire-Tals liegt. Es ist bekannt für seine regen, mineralischen Weißweine, hergestellt aus Sauvignon Blanc Trauben, obwohl zuletzt auch Rot- und Rose-Weinte aus Sancerre, hergestellt aus Pinot Noir, immer beliebter werden.

Genau wie in Chablis, ist die kreidig weiße Kimmeridgium Erde das, was wirklich einen Sancerre Wein von denen in anderen nahe gelegenen Appellationen absetzt. Benannt nach einer Stadt in Dorset, das auch das Alter dieser geologischen Formation teilt, ist Kimmeridgium Boden eine Kombination aus Ton und Kalkstein, gefüllt mit Milliarden von winzigen, versteinerten Austernschalen. Es ist daher keine Überraschung, dass Sancerre Weine ausserordentlich gut mit Austern zusammenpassen.

Weißer Sancerre aus der Sauvignon Blanc-Traube ist halbtrocken, frische, fruchtig mit pflanzliche Aromen. Dieser passt gut zu den meisten Vorspeisen, sowie Austern und Fisch. Sauvignon Blanc sollte bei um 16 Grad Celsius serviert und möglichst innerhalb weniger Jahren getrunken werden.

Die Rosé- und roten Sancerre sind aus Pinot Noir, und daher ziemlich leicht und fruchtig. Aromen von Veilchen und Kirsche sind typisch. Perfekt passend zu leichten Gerichten – Huhn, Schweinefleisch, Aubergine. Dies sollte um 18-19 Grad Celsius serviert werden.


Biobauern
Das Handelsvolumen mit Bioprodukten legt jährlich um vier bis fünf Prozent zu. Vor allem biologisch hergestellte Lebensmittel werden den Ladenbetreibern förmlich aus den Händen gerissen. Dennoch steigen jedes Jahr Hunderte Schweizer Betriebe aus der Ökoproduktion aus. Wie kommt es dazu?

Die Wirtschaftlichkeit ist einer der Hauptgründe, weshalb manche Unternehmen dem Bio-Segment den Rücken kehren. Einige Betriebe schließen ihre Pforten für immer, andere wenden sich wieder dem klassischen Anbau zu, bei dem Pestizide eingesetzt werden dürfen. Die ökologisch bewirtschaftete Ackerfläche wird dadurch immer kleiner.

Die Direktvermarktung ist für viele Ökobetriebe ein Problem. Die Verantwortlichen verstehen in der Regel zwar jede Menge von der Landwirtschaft, aber nur wenig von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Das Internet bieten Produzenten von biologischen Produkten die Möglichkeit, ihre Waren auf direktem Wege an Endverbraucher zu verkaufen. Einige Bio-Höfe betreiben eigene Webseiten, andere vertreiben ihre Produkte über ein Bio-Portal. Der Vorteil an Bio-Portalen ist, dass sie von den Nutzern leichter gefunden werden als unbekannte Seiten, die noch keine hohe Suchmaschinenposition haben.

Laut dem Dachverband Bio-Suisse gab es am Ende des Jahres 2012 in der Schweiz immerhin 115 Biobetriebe mehr als im Vorjahr. 245 Bauern stellten ihren Betrieb auf biologische Produktion um. Der Kanton Graubünden weist mit 54,9 Prozent den höchsten Anteil an Bio-Höfen auf. Im Kanton Bern hingegen produzieren von über 11.000 Betrieben nur 1.131 auf biologischem Wege – hier liegt der Anteil bei gerade einmal 10,2 Prozent.

Der Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli fordert seit Langem eine angemessene Unterstützung der öffentlichen Hand, damit der ökologische Landbau weiterentwickelt werden kann. Investitionen in Forschung und Züchtung würden sich auf lange Sicht zugunsten des Agrarstandorts Schweiz auswirken. Der Bund wendet jährlich knapp 2,6 Milliarden Franken für die Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft auf – zu viel, wie einige Kritiker meinen. Die Gelder dienten zum größten Teil der bäuerlichen Einkommenssicherung, nicht aber der Ökologie.

Es ist jedoch keineswegs so, dass staatliche Zuwendungen die einzige wirtschaftliche Grundlage für Bio-Höfe sind. Laut einer aktuellen Studie sind die Marktpreise, die sich für Bioprodukte erzielen lassen, für die Produzenten weitaus wichtiger. Allerdings lassen sich nur wenige von ihnen zu Risiken und Chancen der biologischen Produktion beraten. So kommt es nach der Umstellung immer wieder zu Enttäuschungen und Frustrationen, die leicht zu vermeiden wären.