Kefir-GetränkMilchsäurebakterien, die sich in Joghurt, Quark und Käse befinden, sind gesund und aus unserer täglichen Küche kaum wegzudenken. Der Kefir hingegen, eine Lebensgemeinschaft aus Hefe und Bakterien ist nicht allen so bekannt. Mit seinem leicht prickelnden Geschmack entsteht mithilfe der Kefirknolle. Dabei ist der Kefir auch noch sehr gesund und fördert die Heilung vieler Krankheiten. Die leicht gummiartige Substanz, die an einen kleinen Blumenkohl erinnert, verdoppelt ihr Volumen etwa alle 2 bis 4 Wochen. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie einen wohlschmeckenden Trunk mit dieser Knolle herstellen können.

Die Handhabung der Knolle

Der Milchkefir im Kontakt mit Metallen und vielen anderen Materialien sehr empfindlich. Verwenden Sie deshalb nur gut gereinigte Töpfe und Siebe aus Plastik. Vermeiden Sie auch den Fingerkontakt mit der Knolle, da sie – wie gesagt – sehr empfindlich ist. Verwenden Sie stattdessen einen Plastiklöffel.

So gelingt der Milchkefir

Füllen Sie etwa 500ml zimmerwarme Milch in ein Gefäß aus Glas oder Plastik, dabei können Sie jede Art von Milch verwenden – sogar Sojamilch. Der Fettgehalt der verwendeten Milch hat dabei keinen Einfluss auf die Qualität des Kefirs. Wenn Sie für den Ansatz frische Milch verwenden wollen, empfiehlt es sich, diese vor der Verwendung kurz aufzukochen. Sehr tolle Ergebnisse erzielt man in der Regel mit Bio-Milch mit einem Fettgehalt von 3,5%.

Nun geben Sie die Kefirknolle zur Milch. Die Flüssigkeit, in der der Kefir aufbewahrt wird, dient lediglich zum Schutz und wird nicht zur Milch gegeben. Da die Kefirkultur mit der Zeit wächst und die Arbeit der Bakterien somit beschleunigt, können Sie die Kultur nach ein paar Wochen teilen oder verschenken. Normalerweise reicht auf fünf Teile Getränk eine Knolle.

Jetzt beginnt der Fermentationsprozess. Verschließen Sie hierzu das Gefäß gut, die Kefirknolle braucht keinen Sauerstoff, um ihre Wirkung zu entfalten. Im Gegenteil, zu viel Luft stört den Prozess sogar. Die optimale Temperatur, um ein Kefir-Getränk herzustellen, liegt bei 10 bis 25 Grad. Bei niedrigeren Temperaturen entsteht mehr Hefe und das Getränk wird mehr Kohlensäure enthalten. Ist die Temperatur während des Fermentationsprozesses höher wird die Milchsäuregärung verstärkt und der Kefir schmeckt saurer. Für die perfekte Fermentierung sollte der Ansatz lichtgeschützt gelagert sein.

Jetzt dauert es nur noch ein bis zwei Tage und Sie können das Getränk mit einem Plastiksieb abgießen. Davor sollten Sie das Kefir-Getränk umrühren, damit sich die Casein-Bestandteile von der Knolle lösen. Das Kefir-Getränk ist im Kühlschrank mehrere Tage haltbar.

Noch ein paar Tipps:

Wenn Sie den Ansatz nach einem Tag einmal kräftig umrühren, wird der Kefir cremiger. Ebenso sollten Sie den Kefir einmal gesalzen mit frischen Kräutern probieren. So schmeckt das Getränk auch super als Salat-Dressing.


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