fastenIntermittierendes oder zeitweises Fasten ist der neue Diät-Trend in den USA und Europa. Verfechter des Fastens sehen die Vorteile darin, dass diese Methode den Stoffwechsel ankurbelt, für eine schnelle Gewichtsabnahme sorgt und es ihnen gleichzeitig erlaubt, das zu essen, was sie wollen.

Was ist Intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten (IF) ist simpel: Man fastet täglich 16 Stunden am Tag (also zum Beispiel von 19 Uhr abends bis 11 morgens), kann jedoch in den restlichen acht Stunden (11 Uhr morgens bis 19 Uhr abends) essen, was man will – solange es der eigene Gesamtkaloriebedarf nicht allzu sehr überschritten wird. Grundsätzlich wird empfohlen, sich auch während dieser Zeit gesund, also ausgewogen und nährstoffreich zu ernähren. Während des Fastens darf man lediglich Wasser zu sich nehmen.

Üblich sind auch 24-24-Stunden-Perioden, also 24 Stunden Fasten und 24 Stunden mit normaler Ernährung.

Die Idee dahinter: In den 16 bzw. 24 Stunden des Fastens wird kaum Insulin produziert (dies ist immer dann der Fall, wenn Nahrung aufgenommen wird), das die Fettverbrennung stoppt. Daher greift der Körper in dieser Zeit auch auf die Fettreserven zurück (die Fettverbrenn-Periode), was bei regelmäßigen, über den ganzen Tag verteilten Mahlzeiten nicht der Fall ist. In dieser Zeit verliert der Körper also an Gewicht. Der Effekt kann signifikant verstärkt werden, wenn in der Zeit des Fastens eine sportliche Aktivität ausgeführt wird. Und zu einem gewissen Grad ist diese Diät für Leute geeignet, denen vielleicht die Willenskraft für eine 24-Stunden-Pflege der eigenen Essgewohnheiten fehlt und die nur 16 Stunden am Stück durchhalten können.

Vorteile

Studien zeigen, dass die 24-24-Stunden-Variante dazu führt, dass das Insulin im Körper den Blutzucker effektiver senkt – bereits nach nur zwei Wochen des IFs. Nach dem Fasten ist die Insulin-Sensitivität des Körpers erhöht, sodass nach dem Fasten konsumierte Lebensmittel zur Fettverbrennung und Aufbau von Muskeln verwendet werden.

Fasten kann das Herz-Kreislauf-System verbessern, die Zellumsatzrate (also wie schnell Zellen erneuert werden) beschleunigen und oxidativen Stress auf die Zellen reduzieren. Es kann außerdem die Werte des „guten Cholesterins“ steigen und die des „schlechten Cholesterins“ senken.

IF soll auch deswegen funktionieren, weil es keine Speisen verbietet, denn jegliche Verbote führen letztlich dazu, dass sie umgangen werden. Es gibt jedoch auch Abwandlungen: Zum Beispiel wenn nur an zwei Tagen in der Woche gefastet wird und in den restlichen fünf alles erlaubt ist, was einem schmeckt (solange es den Gesamtkaloriebedarf nicht allzu sehr überschreitet).

Nachteile

Doch auch die Nachteile des IFs sollen nicht unterschlagen werden: Zum einen können sich viele während der Phasen des Fastens müde und energielos fühlen, was sich negativ auf die Arbeitsleistung auswirken kann.

Zum anderen ist diese Diät nicht geeignet für Schwangere, Typ-1-Diabetiker, Kinder und Menschen, die sich von einer Operation erholen.

Einige Kritiker sind der Meinung dass IF dazu führt, dass Menschen (in den Perioden des Nicht-Fastens) zu viel und zu ungesund essen (was wiederum zu Stimmungsschwankungen führen kann) und damit letztlich eine ungesunde Ernährungsweise annehmen.

Andere sind überzeugt, dass es keine Diät ist, die Menschen auf Dauer durchhalten können und entsprechend das alte Gewicht wieder erreicht wird, wenn man das Fasten aufgibt.

Fazit

Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte der beiden Positionen. Wenn Sie abnehmen wollen, sollten Sie stets langfristig denken und sich fragen, ob Sie diese Diät-Form über einen längeren Zeitraum durchhalten werden. Wenn Sie jedoch einige Kilos abnehmen wollen (und keine besonderen gesundheitlichen Beschwerden haben) – probieren Sie IF aus und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit!


One Trackback

  1. […] die Gewichtsreduktion ist nicht der einzige positive Effekt. Intermittierendes Fasten soll die Werte des „guten Cholesterins“ steigern und die des „schlechten Cholesterins“ […]

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