gesunde ernährung

Grundsätzlich will sich jeder gesund ernähren. Doch dieses Vorhaben scheitert oft daran, dass man gar nicht weiß, wie eine „gesunde Ernährung“ eigentlich aussieht. Was bedeutet es, sich gesund zu ernähren?

Ausgewogene Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist vor allem eines: ausgewogen und natürlich. Das bedeutet, dass man vor allem vermeiden sollte, sich einseitig zu ernähren, also zum Beispiel immer wieder ein und dieselbe Speisen zu essen. Nur eine ausgewogene Ernährung, bei der man sowohl Proteine, als auch (gesunde) Fette und Kohlenhydrate zu sich nimmt, versorgt unseren Körper ausreichend mit Nährstoffen, die er braucht. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist erforderlich, um physisch, aber auch mental topfit zu bleiben. “Natürlich” bedeutet, dass vor allem verarbeitete Lebensmittel gemieden werden sollten.

Welche Lebensmittel sind gesund?

Um sich gesund ernähren zu können, muss man jedoch auch wissen, welche Lebensmittel “gesund” sind. Überaus gesund ist Gemüse jeder Art (vor allem Brokkoli, Radieschen, Karotten, Spinat, Tomaten, Paprika, Kohl, Knoblauch) – grundsätzlich kann man hiervon essen, wie viel man will, denn es ist meist sehr kalorienarm, enthält jedoch viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Auch Obst darf ohne Reue verzehrt werden, allerdings sollte der Konsum besonders zuckerhaltiger Obstsorten eingeschränkt werden (z.B. Bananen, Datteln, Trauben, Feigen, Melonen, Rosinen sowie generell alle Trockenfrüchte). Besonders empfehlenswert sind Avocados, Oliven, Brombeeren, Grapefruits, Limonen, Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren und Äpfel.

Gesunde und ungesunde Fette

Wenn es um Fette geht, sollte man keinesfalls versuchen, grundsätzlich Fett zu vermeiden, denn es gibt „gute“ und „schlechte“ Fette. Fischöl zum Beispiel ist reich an „guten“ Fetten (Omega-3-Fettsäuren), die die Cholesterinwerte und sogar das Risiko für Herzerkrankungen reduzieren. Omega-3-reiche Fischsorten sind vor allem Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering und Makrele. Auch kaltgepresstes Olivenöl ist überaus empfehlenswert. Darüber hinaus enthalten Nüsse viele gesunde Fettsäuren (sind allerdings auch sehr kalorienreich).

„Schlechte“ Fette sind gesättigte Fette (in der Regel finden sich hierzu Angaben auf der Lebensmittelverpackung), aber auch trans-Fettsäuren, also gehärtete Fette, die koronaren Herzkrankheiten (Arteriosklerose, Herzinfarkt) verursachen. Diese findet man vor allem in frittierten Produkten (Pommes Frites, Kartoffelchips, Backwaren, Blätterteig, Instantsuppen, Kekse, Bratfette, Fertiggerichten, Backwaren, Margarine, Kuchen, aber auch Frühstücksflocken mit Fettzusatz). Mehr über Fette erfahren Sie in diesem Video:

Fleisch, das viel Protein enthält, darf durchaus gegessen werden, allerdings sollte verarbeitetes Fleisch gemieden werden (Würste, Hot Dogs etc.)

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate wie sie in Zucker, Brot und Backwaren, Pasta, Nudeln, Frühstücksflocken enthalten sind, sind in den letzten Jahren als Dickmacher in Verruf geraten – teilweise zu Recht, denn diese sorgen für eine Insulinausschüttung, bei der die Kohlenhydrate in Fett eingelagert werden. Doch nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht: Gemieden werden sollte vor allem Zucker (dieser ist auch im Ketchup, Fruchtsäften, Limonaden etc.) enthalten. Zucker schadet bekanntermaßen den Zähnen und fördert die Entwicklung von Parodontitis – der Ursache Nummer eins für Zahnverlust, der letztlich teuren Zahnersatz erforderlich macht. Komplexe Kohlenhydrate wie sie z.B. in Vollkornprodukten (Vollkornbrot) enthalten sind, dürfen jedoch sorgenfrei konsumiert werden.


rotes fleisch

Viele Menschen achten entweder kaum oder aber zu strikt auf ihre Ernährung. Dabei werden häufig ein- und dieselben Fehler gemacht. Hier sind fünf typische Ernährungsfehler, die Sie vermeiden sollten:

1) Kein rotes Fleisch. Viele Menschen versuchen, gar kein rotes Fleisch zu essen, um schlank zu werden. Doch es ist wenig sinnvoll, rotes Fleisch komplett zu meiden, denn es enthält viele wichtige Nährstoffe, die unser Körper (unter anderem für den Muskelaufbau) braucht, wie Eisen, Zink und Vitamin B12. Entscheiden Sie sich stattdessen für magere Varianten wie Lendensteak, Wildfleisch und reduzieren Sie die Portionsgröße.

2) Keine Abwechslung. Wenn Ihr Ernährungsplan sehr einseitig ist, steigt das Risiko, dass Sie sich langweilen, aber auch, dass Ihr Körper nicht genügend Nährstoffe bekommt. Bei strikten Diäten wächst das Verlangen nach Speisen, die verboten sind, das unsere Willenskraft unnötig auf die Probe stellt. Versuchen Sie also Abwechslung in ihren Speiseplan zu bringen und gönnen Sie sich hin und wieder Ihr Lieblingsessen. (Warum Sie dabei nicht übertreiben sollten, erfahren Sie hier.)

3) Nahrungsergänzungsmittel statt frisches Gemüse und Obst. Zugegebenermaßen: (Grünes) Gemüse ist nicht unbedingt sehr schmackhaft. Entsprechend selten steht es auf dem Speiseplan vieler Menschen. Um dennoch wichtige Vitamine zu bekommen, nehmen viele Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pillen, Kapseln oder Pulver. Doch wie der Name es schon sagt sollte diese Mittel nur als Ergänzung und nicht als Ersatz angesehen werden.

4) Frisches Obst und Gemüse ist viel gesünder als tiefgefrorenes. Tiefgefrorenes Gemüse kann ebenso nahrhaft sein wie frisches und ist dabei sogar praktischer im Gebrauch, weil es haltbarer ist. Grundsätzlich ist frisches Obst und Gemüse – am bestem vom Wochenmarkt –vorzuziehen, doch wenn Sie dieses nicht bekommen können, bekommen Sie auch mit dem tiefgekühlten Obst und Gemüse in der Regel die gleichen Nährstoffe. Überprüfen Sie jedoch vorab auf der Verpackung, ob eventuell Zusatzstoffe hinzugefügt wurden. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie das Produkt meiden.

5) Sportgetränke während des Trainings. Wenn Ihr Training nur von mäßiger Intensität ist und Sie nicht länger als 30 Minuten trainieren, ist es in der Regel nicht notwendig, zu trinken. Allerdings wird Wasser auch nicht schaden. Doch viele trinken während des Trainings sogenannte „Sportgetränke“, die teilweise recht viel Zucker und Kalorien enthalten. Damit macht man sich den Trainingseffekt teilweise zunichte. Erst wenn Sie über eine Stunde trainieren (also zum Beispiel joggen gehen), sind solche Getränke überhaupt erforderlich.